Burgstall, 22. Juni 2012 – Unter Mitwirkung des wissenschaftlichen Komitees von Dr. Schär ist eine Fachbroschüre erarbeitet worden, die sich dem neuen glutenassoziierten Erscheinungsbild Glutensensitivität (Gluten Sensitivity) widmet. Mediziner und Ernährungsfachkräfte finden hier wertvolle Hintergrundinformationen und praxisnahe Fallbeispiele für ihren Berufsalltag. Die Broschüre kann kostenfrei über das Dr. Schär Institute angefordert werden.
Genetische Veränderungen glutenhaltiger Getreidesorten, zu denen es in den vergangenen 10.000 Jahren gekommen ist, um die Ertragsmengen zu steigern und die Qualität der Getreidesorten zu verbessern, waren im Grunde ein „Evolutionsfehler“. Denn er hat die Voraussetzungen für das Auftreten glutenbedingter Erkrankungen bewirkt. Die Formen von Glutenunverträglichkeit betreffen eine Vielzahl von Menschen und gehören absolut betrachtet zu den häufigsten lebensmittelbedingten Krankheitsformen. Allein von Zöliakie ist unter Menschen mit europäischen Wurzeln ungefähr ein Prozent der Bevölkerung betroffen, im Kindes- wie im Erwachsenenalter. Es gibt jedoch neben Zöliakie und Weizenallergie noch andere Formen der Reaktionen auf Gluten: So spricht man bei Fällen, in denen eine Zöliakie und Weizenallergie ausgeschlossen wurden und dennoch eine Reaktion auf die Aufnahme von Gluten mit ähnlichen Symptomen stattfindet, von Glutensensitivität (Gluten Sensitivity, kurz GS). Im Vergleich zu anderen Formen von Glutenreaktion scheint dieser Befund einen noch viel größeren Teil der Bevölkerung zu betreffen. Kennzeichnend für GS, die vor allem Erwachsene trifft, sind gastroenterologische Symptome wie Völlegefühl, Diarrhoe und Bauchschmerzen, aber auch solche, die nicht den Magen-Darm-Trakt betreffen, etwa Kopfschmerzen, Glieder- und Muskelschmerzen. Spezifische Diagnostika zur Identifizierung einer GS sind bislang nicht bekannt. Nur durch eine Ausschlussdiagnose ist es möglich, GS zu erkennen und mit einer glutenfreien Ernährung zu behandeln.
Die neue Fachbroschüre von Dr. Schär beleuchtet den aktuellen Wissensstand zum medizinischen Erscheinungsbild GS. Die Inhalte sind das Ergebnis der ersten Consensus Conference zum Thema GS, bei der erstmals ein Diagnosealgorithmus sowie Terminologie und Klassifizierung der GS erarbeitet wurden. Dr. med. Michael Schumann, Internist und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Klinik für Gastroenterologie, Rheumatologie und Infektiologie am Campus Benjamin Franklin der Charité, Berlin, sowie Mitglied des wissenschaftlichen Komitees von Dr. Schär und ebenfalls an der Consensus Conference beteiligt, hat die Broschüre mit seinem Hintergrundwissen überarbeitet und Fallbeispiele aus seinem klinischen Alltag eingebracht.
Mediziner und Ernährungsfachkräfte können die Fachbroschüre „Glutensensitivität (Gluten Sensitivity)“ über die Wissensplattform Dr. Schär Institute (www.drschaer-institute.com [1]) im Fachgebiet Gluten Sensitivity kostenfrei anfordern oder herunterladen. Dieser Bereich der Website ist registrierten Fachpersonen vorbehalten, die sich kostenfrei und unverbindlich anmelden können.
Über Dr. Schär
Die Unternehmensgruppe Dr. Schär mit Hauptsitz in Südtirol (Italien) engagiert sich seit 30 Jahren voller Überzeugung und Kompetenz im Bereich diätetischer Lebensmittel. Für Menschen mit besonderen Ernährungsbedürfnissen bietet das Unternehmen innovative Lösungen – glutenfreie Produkte unter den Marken Schär und Glutano sowie MCT-Produkte unter der Marke Ceres-MCT. Dr. Schär engagiert sich stark im Bereich Forschung und Entwicklung und setzt die gewonnenen Erkenntnisse in der Produktion um. Zudem ist das Unternehmen intensiv mit allen Fachgesellschaften und Verbänden weltweit im Gespräch, um die öffentliche Aufmerksamkeit etwa für Zöliakie und Gluten Sensitivity zu gewinnen und damit den Bekanntheitsgrad und die Akzeptanz in der Fachwelt und der Bevölkerung zu steigern. Diese langjährige Kompetenz bündelt das Unternehmen in seinem 2011 gegründeten Dr. Schär Institute, das die Wissensplattform für Ernährungsfachkräfte, Allgemeinmediziner und Fachärzte ist und erste Anlaufstelle, wenn es um besondere Ernährungsanforderungen geht. Weitere Informationen zum Dr. Schär Institute und zum wissenschaftlichen Komitee von Dr. Schär unter www.drschaer-institute.com [1].
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[1] http://www.drschaer-institute.com